Der kleine Nick ...

Titel:

Der kleine Nick spielt Fußball

Autor/Illustrator:

Goscinny / Sempé

Sprecher:

Rufus Beck

Umfang/Dauer:

1 CD, ca. 45 Min.

Verlag:

Diogenes

Erscheint im:

Juli 2006


Über den Autor/Illustrator
René Goscinny (* 14. August 1926 in Paris; † 5. November 1977 in Paris) war einer der bekanntesten Comic-Autoren des 20. Jahrhunderts. Er kreierte die Figur des unbeugsamen Galliers Asterix, der von Albert Uderzo gezeichnet wurde. Neben den Comics schrieb er zwischen 1959 und 1965 für die Zeitschrift Sud-Ouest-Dimanche wöchentlich eine Episode von Der kleine Nick (Le Petit Nicolas), der nur wenig später auch in Pilote (s.u.) erschien. Die Kurzgeschichten wurden von Jean-Jacques Sempé illustriert, der die Titelfigur bereits 1954 für Le Moustique kreiert hatte, wo sie unter Goscinnys Einfluss 1955/56 sogar kurzzeitig als Comic erschienen war. Auf Deutsch ist der Kinderbuch-Klassiker in, bis jetzt sieben Sammelbänden erschienen, übersetzt von Hans-Georg Lenzen.

Wenn Nick und seine Bande Fußball spielen, ist die Mannschaftsaufstellung das kleinste Problem. Adalbert, der Klassenerste und Streber, wird Schiedsrichter. Keiner kann ihn besonders gut leiden, aber weil er eine Brille trägt, kann man ihn auch nicht richtig verhauen, und für den Schiedsrichter ist das ideal. Wer Mannschaftskapitän wird, ist da schon eine viel heiklere Wahl, denn alle wollen Kapitän sein. Und dann gibt es noch ein Problem: Wo spielt Franz mit? Jede Mannschaft will ihn haben, denn wenn Franz den Ball hat, kann ihn keiner aufhalten. Da ist Streit vorprogrammiert, aber im Vergleich zu dem, was abläuft, wenn die Eltern sich in ein Fußballspiel einmischen, ist das gar nichts. Aber am meisten Spaß macht es natürlich, statt Hausaufgaben zu machen, Fußball im Klassenzimmer zu spielen, das geht prima zwischen den Bänken. Für den kleinen Nick ist klar: »Wenn ich groß bin, kauf ich mir ein Klassenzimmer, nur zum Spielen!«

»Entweder man ist mit dem ›Kleinen Nick‹ aufgewachsen, und dann stellt man mit Verblüffung fest, daß die Weltsicht des kleinen Anarchisten immer noch so zwingend und amüsant ist wie bei der ersten Lektüre; oder man hat da eine fatale Lücke, die man auffüllen muß.«

»Es ist ein bißchen, als hätte man gerade einen spektakulären Fund antiker Papyri gemacht und entdeckt, daß Homer nicht nur die ›Ilias‹ und die ›Odyssee‹, sondern auch noch eine ›Orestie‹ und einen Argonautenzyklus geschrieben hat. Die literarische Hinterlassenschaftdes griechischen Urepikers wäre dann plötzlich doppelt so groß. Genau dies ist nun annähernd mit dem Kinderbuchklassiker ›Der kleine Nick‹ geschehen. Ein editorisches Großereignis, das man auf keinen Fall verpassen sollte. Entweder man ist mit dem ›Kleinen Nick‹ aufgewachsen, und dann stellt man mit Verblüffung fest, daß die Weltsicht des kleinen Anarchisten immer noch so zwingend und amüsant ist wie bei der ersten Lektüre; oder man hat da eine fatale Lücke, die man auffüllen muß.«
Daniel Binswanger / Die Weltwoche, Zürich

(Quelle: Website Diogenes Verlag)

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