Über die Autorin
Kiran Desai, Tochter der Schriftstellerin Anita Desai, wurde 1971 geboren. Sie studierte an der Columbia University und lebt heute abwechselnd in Indien, England und den USA. Ihr erster Roman erschien in Deutschland 1998 unter dem Titel Der Guru im Guavenbaum.
Indien Mitte der achtziger Jahre. Auf einer verwunschenen Sturmhöhe an den Hängen des Himalaja erlebt die sechzehnjährige Sai inmitten der Unwetter des Monsuns ihre erste Liebe. Als Aufständische das Anwesen überfallen, gerät ihre Welt aus den Fugen. Ein anrührendes, weit über die Kontinente gespanntes Panorama von Liebe, Terror und Migrantentum.
»Kiran Desai ist eine phantastische Schriftstellerin!«
Salman Rushdie
»Aus diesem Roman blitzt moralische Intelligenz — wütend und zärtlich zugleich.«
The New York Times Book Review
In Kalimpong, an den Hängen des Himalaja, versammelt sich eine ganze Menagerie verschrobener Gestalten. Hier bringen die Naturgewalten Schönheit und Zerstörung zugleich. Auf einem abgelegenen, von Termiten zernagten Anwesen vergöttert der Richter Jemubhai Popatlal Patel seine schöne Setter-Hündin Mutt. Die Enkelin Sai verliert sich in der Welt Jane Austens und verzehrt sich nach ihrem Hauslehrer Gyan. In einer verrußten Küchenhöhle werkelt der grantige Koch, dessen Sohn Biju sich im fernen New York als Küchenhilfe durchschlägt. Kiran Desais erstaunlicher zweiter Roman erzählt nicht nur die anrührende Geschichte vom Liebeserwachen eines jungen Mädchens in einer traumhaft exotischen Welt, umgeben von Mungos, Gleithörnchen und riesigen Schmetterlingen. Vor dem historischen Hintergrund des indischen Ghurka-Aufstandes Mitte der achtziger Jahre zeichnet die Autorin das faszinierend gründliche Psychogramm einer aufstrebenden Weltmacht, die sich wie eine verlassene Geliebte nach dem untergegangenen britischen Empire zurücksehnt und gleichzeitig versucht, ihre Kolonialneurose zu überwinden. Kiran Desai erklärt uns die Natur des Terrors, des Migrantentums, der Liebe. Aus dem feinen Gewebe der kleinen Geschichten wird eine große Erzählung vom Fremdsein daheim und in der Fremde. Ein großer Roman der Globalisierung — ein Bericht aus einer Welt, die wir verstehen müssen, wenn wir überleben wollen.
(Quelle Website Berlin Verlag)




