Morbus fonticuli

Titel:

Morbus fonticuli oder die Sehnsucht des Laien

Autor:

Frank Schulz

Umfang:

769 Seiten

Verlag:

Eichborn / Zweitausendeins

Über den Autor
Frank Schulz wurde 1957 in Hagen bei Stade geboren. In Hamburg arbeitete er als kaufmännischer Angestellter, studierte verschiedene geisteswissenschaftliche Fächer und begann zu schreiben. Sein erster Roman, Kolks blonde Bräute, erschien 1991. Zehn Jahre später folgte der zweite: Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien. Das Ouzo-Orakel, der dritte Band der Hagener Trilogie, erschien 2006.

Als der Roman "Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien" von Frank Schulz im letzten Herbstprogramm 2001 bei Haffmans ersterschien, war die Meinung der Literaturkritik einhellig: "Ein ganz großer Wurf" (FAZ). Kaum war das Buch des ehemaligen Export-Kaufmannes heraus, da überschlugen sich die Gazetten: "Ein Ereignis! Ein großer Roman!" (NZZ).

"Das beste deutsche Buch des Jahres" (Süddeutsche). "Vortrefflich" (Der Spiegel). "Eine furiose Mischung aus Schelmen-, Heimat-, Sitten- und Sozialroman, ein humoristisch-realistisches Monumentalwerk halt - bevölkert von Figuren, die zwar einerseits extrem die Lachnerven reizen, uns aber andererseits schon deshalb zu Herzen gehen, weil sie nie komischer sein wollen als das Leben selbst" (Die Zeit).

Dem Rezensenten der Neuen Zürcher schienen Vergleiche "dieses Buchstabengebirges" mit Laurence Sterne und Arno Schmidt angemessen, weil der Autor sie "beerbt und auf originäre Weise fortschreibt" in Form einer "expressionistischen Prachtentfaltung".

Die Hamburger Morgenpost entdeckte in der sprachmächtig erzählten Geschichte des Zeitungsredakteurs Bodo Morten ("Mufti"), der der sexuellen Energie der Exfloristin Bärbel (und ihrem "Kulthintern") verfällt und sich auf furiose Weise um Verstand und Stellung "bärbelt" (exzessiver Sex an sonderbaren Orten mit Unterstützung ungewöhnlicher Stimulantien und Hilfsmittel), "brillante Haarsträubereien ... Szenen, die zum Köstlichsten dieser Tage, Monate und Jahre gehören".

Allerdings: Kurz nachdem "Morbus fonticuli" ("An so einer Krankheit möchte man gerne auch leiden", SZ) im Hamburger Literaturhaus von Harry Rowohlt ("Frank Schulz? Sowieso mein Lieblingsautor") mit Kostproben vorgestellt wurde, da gab es den Verlag faktisch nicht mehr.

Zwar fand sich bald darauf ein anderer Verlag, der das Werk wieder in die verdiente Lieferbarkeit überführte, doch verhinderte der durchaus angemessene Preis von 34,90 EUR die erstrebte Popularisierung des humoristischen ("komischer geht es eigentlich nicht", SZ) Großromans.

Frank Schulz "Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien". Roman. Vom Autor durchgesehene Neuausgabe. 767 Seiten. Broschur. Haffman

(Quelle. Zweitausendeins)

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