roman

Titel:

Pinnegars Garten

Autor:

Reginald Arkell

Übersetzung:

Elsemarie Maeltzke

Umfang:

163 Seiten, Gebunden

Verlag:

Heinrich & Hahn Verlag

ISBN:

978-3-86597-049-7

Preis (D):

18,90 €

Über den Autor
Reginald Arkell, 1882 in Lechlade, Gloucestershire geboren, veröffentlichte neben "Old Herbaceous" den Roman "A Cottage in the Country" und mehrere Bände mit Gartenlyrik; bekannt wurde er außerdem als Autor erfolgreicher Musicals un Theatherstücke. Die Theatherfassund von "Pinnegars Garten" wurde Weihnachten 1979 vor der Royal Family in Windsor aufgeführt. Reginald Arkell starb am 01. Mai 1959 in Cricklade.

Ein Roman über den Garten eines englischen Herrensitzes, vor allem über das Gartenreich des Bert Pinnegar, der dort zunächst als Gärtnergehilfe, später als Obergärtner waltet, als legendärer "Old Herbaceous".
Pinnegar ist ein Mann dem sein Garten über alles geht, ein wandelndes Kompendium des Gartenwissens, ein gesuchter Preisrichter vieler Flowershows, wo er nicht nur für seine Sachkenntnis, sondern auch für seine schlagfertigen Tischreden geschätzt wird. Aber er ist auch der gerühmte Zauberer, der es schafft, im April frischgepflückte Erdbeeren ins Haus zu bringen und seine Lady mit einem Meer von Prunkwinden zu überraschen, und zwar in genau dem Blauton, wie sie ihn an der französischen Rivera gesehen hat, "so bau, daß es wehtut".

Pinnegars Garten ist ein reines Lesevergnügen, die Geschichte lebt von schwungvollen Dialogen und einem genauen Blick für die Abgründe des Alltäglichen. Leichthändig erzählt mit der Liebe für gärtnerisches Detail einer Elizabeth von Arnim und der Komik eines P. G. Wodehouse.


Leseprobe
Nachdem die Gäste die Mäntel abgelegt und sich am Feuer im großen Kamin aufgewärmt hatten, harrten sie der guten Dinge die da kommen sollten. Das war der Moment, als dem alten Geneal Henderson die Augen vor den Kopf traten und er Laut gab wie ein Jagdhund auf frischer Fährte.
"Mein Gott, Charlotte", rief er, "wo um Himmels willen haben sie die denn her?" Alle drehten sich zu dem General um, außer der Gastgeberin, die, durch schlechte Erfahrungen gewappnet, ihren forschenden Blick auf den Teetisch richtete. Alles schien in Ordnung zu sein: das beste Service, der silberne Kessel; Mrs. Garlicks vorbildlich gebutterte Scones... Was war in den Mann gefahren? "Erdbeeren" brüllte der General, "Erdbeeren im April. Was werden sie uns als nächstes auftischen?" Zuerst glaubte Mrs. Charteris, der alte Krieger sei übergeschnappt - dann sah sie es selbst: eine Schüssel mit den himmlischsten Erdbeeren, wie sie sich weder Mr. fortnum noch Mr. Mason in ihren teuersten Anwandlungen hätten träumen lassen. Es war, als hätte das Jahr plötzlich einen Riesensprung getan und die Gesellschaft irgendwann Ende Juni abgesetzt. Wenn der General also Gespenster sah, dann sah sie seine Gastgeberin auch. Aber sie behielt einen klaren Kopf.

(Quelle: Heinrich & Hahn Verlag)

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