Über den Fotograf
Thomas Struth, geboren 1954 in Geldern ist ein Künstler und Fotograf und seit Ende der 1990er Jahre einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Künstler von internationalem Rang. Er studierte von 1973 bis 1980 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf – zuerst Malerei bei Gerhard Richter, ab 1976 Fotografie bei Bernd Becher. Von 1993 bis 1996 hatte Struth eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe inne. Bezeichnend für Thomas Struths künstlerische Praxis ist die Arbeit an aufeinander folgenden Werkgruppen, z.B. Foto-Serien von Straßenansichten, Personen (Portraits), Blumen, Familien, Museen oder Landschaften.
Thomas Struth gehört heute zu den wichtigsten Repräsentanten der zeitgenössischen deutschen Kunstszene. In den vergangenen 20 Jahren ist er, immer mit hoher Konzentration und meist in Serien arbeitend, einer Vielzahl von Themen nachgegangen, die in seiner ersten Retrospektive in den USA beispielhaft vertreten sind: Den scheinbar unspektakulären aber hochkomplexen Straßen- und Städtebildern der 80er Jahre folgte die intensive Beschäftigung mit Menschen vor der Kamera, die ihm den Ruf eines Meisters des psychologischen Portraits einbrachte; in den 90er Jahren wurde er mit seiner Serie Museum Photographs international berühmt; etwa zeitgleich entstanden Landschafts- und Blumenaufnahmen - ein neuer, fast lyrischer Aspekt in Struths sonst eher objektiv-distanzierter Sicht der Dinge; und in jüngster Zeit sorgte eine Serie großformatiger Bilder von Urwäldern aus vier Kontinenten, die der Künstler unter dem Titel New Pictures from Paradise vorlegte, für Aufsehen.
(Quelle: Website Schirmer/Mosel)




