Über die Autorin
Sybille Bedford, geboren 1911 in Berlin als Tochter des Barons von Schoenebeck und seiner englischen Gattin, wuchs in Deutschland, England, Italien und Frankreich auf. Als junges Mädchen lebte sie mit ihrer Mutter und deren zweiten, italienischen Ehemann an der Côte d’Azur, dem Zufluchtsort für viele europäische Künstler und Intellektuelle der Zeit. Alle ihre Romane und Reiseerzählungen schöpfen aus dem reichen biographischen Hintergrund.
Sybille Bedford hat außerdem viele Jahre als Gerichtsreporterin berühmten Prozessen beigewohnt und darüber für Esquire und Life berichtet. Sybille Bedford starb am 17. Februar 2006 in London.
„Champagner in Buchform“ Neue Zürcher Zeitung
Die Erinnerungen der Kosmopolitin, die Literatur, Reisen und gutes Essen fast so sehr schätzte wie ihre Freundschaften mit den europäischen Künstlern und Dichtern ihrer Zeit, sind eine Fundgrube für all jene Leser, die sich den Reichtum und die Dramatik des zwanzigsten Jahrhunderts anhand einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte vor Augen führen möchten.
Sybille Bedford war über neunzig Jahre alt, als sie beschloß, ihre schillernde, atemberaubende Lebensgeschichte noch einmal aufzuschreiben: Es sind die tatsächlichen Orte, die authentischen Namen, die wahren Begebenheiten, die diese Erinnerungen zu einem kostbaren Zeitdokument einer der letzten großen europäischen femme de lettres machen. Erinnerungen, die von ihrer Kindheit auf einem badischen Schloß ins Berlin der zwanziger Jahre führen, nach Rom und an die Cote d’Azur, wo sie mit der exilierten europäischen Intelligenzia das Leben einer Bohemiènne führte, bis nach New York und ins London der Nachkriegszeit.
Wir erfahren erstmals von ihrer tragischen Beziehung zu ihrer morphiumsüchtigen Mutter, von ihrer abenteuerlichen Hochzeitsparty mit Mr. Bedford, von ihren Freundschaften mit Klaus und Erika Mann, mit Aldous und Maria Huxley, mit Martha Gellhorn und zahlreichen anderen Künstlerinnen und Abenteuerinnen ihrer Zeit.
Ihr literarischer Stil, funkelnd, lebendig, assoziativ, selbstironisch, aber voller Wärme den Menschen und Orten gegenüber, die ihr Glück bedeuteten, findet hier einen neuen, letzten Höhepunkt.
Pressestimmen:
"Sybille Bedford beherrscht beides: Einfühlsamkeit und Ironie, Wärme und Distanz. Mit großem Tempo, voll gewohnt geschliffener Dialoge und elegant gestalteter Szenen durcheilt sie das Jahrhundert. Treibsand ist das eindrucksvolle Zeugnis einer Zeitgenossin, gefühlvoll und unsentimental bis ins Mark." Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur
"Dieses Buch habe ich für die Sendung "Wickerts Bücher" gelesen und mich dabei köstlich amüsiert. Sybille Bedford macht sich über sich selbst lustig und ihr gelingen höchst witzige Beschreibungen von Situationen, die sie durchgemacht hat." Ulrich Wickert
(http://www.daserste.de/wickertsbuecher/fragenan.asp)
„Wie fast in allen Büchern Bedfords spiegelt sich in Treibsand weniger ein bestimmtes Leben oder eine Persönlichkeit, gar die ihre, als vielmehr ein Lebensgefühl... Immer wieder würzt Sybille Bedford, die für ihr Leben gern gut aß und auch selbst eine hervorragende Köchin war, ihren Erinnerungsstrom mit kuriosen Ereignissen, Erlebnissen und Begegnungen, so daß dem Leser weniger ein Bild vor Augen steht als ein Mosaik... mit Treibsand hat Sybille Bedford ein Lebenswerk abgeschlossen, wie es sich farbiger und leuchtender kaum denken läßt.“ Felicitas von Lovenberg, FAZ
„Sybille Bedford…beschwört die Welt von gestern in ihrer eigenwillig-impressionistischen, überaus suggestiven Prosa, ohne der Nostalgie zu verfallen…Der Scharfsinn eines von der Juristerei faszinierten Kopfes verbindet sich mit einer tiefen Sinnlichkeit zu einem überaus markanten Stil, der Sybille Bedford al eine der großen Schriftstellerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts auszeichnet.“ Gina Thomas in ihrem Nachruf in der FAZ
„Aufwühlend, bewegend, atemberaubend. Eine mitreißende Lebensgeschichte und eine hervorragende Schriftstellerin mit außergewöhnlicher Beobachtungsgabe.“ Literary Review
„Faszinierend… erzählt in glänzender Prosa.“ Mail on Sunday
„Dieses Buch stellt Emigration, Trauer und Verlust dar mit einer Präzision, die beglückend und zugleich bewegend ist. Es hebt Bedford ganz klar in den Rang der größten ‚displaced observers’, der Beobachter aus dem Exil, wie Nabokov, Naipaul oder Sebald.“ Daily Telegraph
„Bedford gehört zum Besten, was dieses Land literarisch zu bieten hat. Es ist brillant, wie sie Lokalkolorit heraufbeschwört, sei es in Rom oder Florenz oder in irgendeinem kleinen Bistro in Südfrankreich…bezaubernd im wahrsten Sinne des Wortes.“ Daily Mail
(Quelle: Website SchirmerGraf Verlag)




